© Herbert Reiter

Politik im späten Neoliberalismus

» Sowohl progressive als auch regressive Bewegungen reagieren auf die Krise des späten Neoliberalismus. Worin sie sich unterscheiden, sind ihre Antworten. «
Donatella della Porta

»Progressive und regressive Politik im späten Neolibera- lismus«, so lautet der Titel von Donatella della Portas Essay. Darin beschäftigt sie sich insbesondere mit sozialen Bewegungen.

Im Interview spricht della Porta darüber, was progressive und regressive Bewegungen charakterisiert und voneinander unterscheidet. Aus diesem Vergleich heraus präzisiert sie das Populismus-Konzept: »Populismus ist eine Beziehung, die vor allem vom Anführer dominiert wird. Die Bevölkerung gilt dabei lediglich als passives Publikum.«

In diesem Zusammenhang spielen für della Porta die sozialen und ökonomischen Bedingungen im späten Neoliberalismus eine zentrale Rolle. Ihre These: Sowohl regressive als auch progressive Bewegungen reagieren auf Veränderungen, die damit zu tun haben, dass nationale Politik die globale Ökonomie nicht länger kontrollieren kann. Sie leiten daraus jedoch ganz unterschiedliche Forderungen ab.

Wie kann man der großen Regression entgegenwirken? »Darauf hat heute noch niemand eine endgültige Antwort«, so della Porta. Die Hoffnung dürfe man freilich nicht aufgeben, schließlich sehen wir parallel zur nationalistischen Wende »auch Phänomene, die in eine ganz andere Richtung gehen«.

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