© Juergen Bauer

Deckchensticken und Populismus

» Wenn Leute Begriffe so benutzen, 
als wisse jeder, 
was mit ihnen gemeint ist, 
werde ich hellhörig. «
Wolfgang Streeck

Am 26. April fand im Haus der Kulturen der Welt in Berlin die Buchpremiere von Die große Regression statt. Neben Arjun Appadurai, Donatella della Porta, Bernd Pickert von der taz und Herausgeber Heinrich Geiselberger saß auch Wolfgang Streeck auf dem Podium. Einige seiner interessantesten Aussagen haben wir für Sie in einem kurzen Video zusammengestellt.

Die moderne Demokratie sieht Streeck als Chance für all jene, denen normalerweise niemand zuhört. All jenen, die keine Seminare über Geschichte, Philosophie oder Politik an der Universität in Oxford besucht haben, biete die moderne Demokratie die Möglichkeit, sich Gehör zu verschaffen.

Wenn nun neue Parteien und Politiker die Bühne betreten und die Forderungen dieser Menschen artikulieren, sollten wir uns davor hüten, sie pauschal als Populisten zu bezeichnen. Bloß weil sie sich nicht wie Intellektuelle ausdrücken, sei das, was sie sagen, noch lange nicht illegitim.

Problematisch sei vielmehr, dass Politiker uns viel zu oft weismachen wollten, es gebe keine Alternative zur Öffnung unserer Gesellschaften für die Globalisierung. Daher gelte es, den politischen Raum von den Anhängern des TINA-Mantras – »There is no alternative« – zurückzuerobern.

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