Buchpremiere – Populismus, Neoliberalismus und Die große Regression

Einfache Antworten für komplizierte Probleme – das ist zumeist die Strategie von Populisten. Taz-Redakteur Bernd Pickert hingegen wollte zwar einfache Fragen stellen, war aber gerade nicht auf einfache Antworten aus. Pickert moderierte am 26. April die deutsche Buchpremiere des Debattenbandes Die große Regression. Auf dem Podium im Berliner Haus der Kulturen der Welt saßen Arjun Appadurai, Wolfgang Streeck und Donatella della Porta sowie der Herausgeber Heinrich Geiselberger.

Die Podiumsgäste stellten kurz die zentralen Gedanken ihrer Essays vor, Geiselberger äußerte sich zu der Frage, welche Befunde für ihn als Herausgeber besonders überraschend gewesen seien: »Was mich bei der Arbeit an dem Buch erstaunt hat, war, dass viele Nebenfolgen der Globalisierung bereits in den neunziger Jahren diskutiert wurden – Klimawandel, Terrorismus, Finanzrisiken, Migration –, dass diese Debatte dann aber für fast zwanzig Jahre in Vergessenheit geriet.«

Gesprochen wurde an dem Abend vor allem über Populismus und Neoliberalismus. »Ist der Begriff Populismus hilfreich oder müssen wir ihn neu definieren?«, wollte Bernd Pickert wissen. Dabei ging es auch um Linkspopulismus und die Frage, weshalb es im Moment vor allem nationalistischen oder regressiven Bewegungen und Parteien gelingt, sich Gehör zu verschaffen.

Donatella della Porta versuchte, trotz aller Probleme optimistisch zu bleiben: »Die Wahlergebnisse waren in der jüngsten Vergangenheit stets sehr eng«, hielt sie fest. »Wir sollten nicht vergessen, dass es neben den Rechtspopulisten auch progressive soziale Bewegungen gibt.«

In den unten stehenden Videos finden Sie einen Mitschnitt der kompletten Diskussion sowie Stimmen aus dem Publikum zur Buchpremiere von Die große Regression.

 

 

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